Die Frage „Und jetzt?“ stellt sich für die meisten Schüler gegen Ende der Schulpflicht – für Schüler in Alternativschulen und Freilerner bedeutet sie aber in den meisten Fällen einen noch schärferen  Bruch im Stil der Ausbildung, weil wenige Möglichkeiten bestehen, eine Oberstufe oder eine Berufsausbildung vergleichbar selbstbestimmt anzuschließen.

Die STUDIERWERKSTATT entstand im Sommer 2002 aus dem Wunsch von erfahrenen „Alternativschülerinnen“ (drei aus der Lernwerkstatt Ottakring und einer aus der ALF – Alternatives Lernen Favoriten) und ihren Eltern, den Jugendlichen ein dem neuen Jahrhundert gemäßen Bildungsweg zu ermöglichen. Motiviert wurden sie durch den Erdkinderplan von Maria Montessori, dem Red Autodidacta „Autodidaktisches Netzwerk“ von Rebeca und Maurizio Wild und vor allem durch die Bedürfnisse der Jugendlichen.

In den ersten Jahren des Bestehens an verschiedenen Orten in Wien waren bis zu 13 Jugendliche tätig, um ihre individuellen Zugänge zu ihren Berufswünschen zu gestalten. Bis zu drei MentorInnen, ebenfalls aus dem Umfeld der oben genannten Alternativschulen, unterstützten sie dabei.

In der Lernwerkstatt im Wasserschloss in Pottenbrunn existierte fast seit Gründung der Schule die Idee eines ergänzenden Projekts für Jugendliche und junge Erwachsene.

Nach drei Jahren sorgfältiger Vorbereitung durch eine Gruppe von Eltern und BegleiterInnen der Lernwerkstatt findet die studierwerkstatt im Herbst 2017 als neues Projekt des Vereins „Mit Kindern Wachsen“ (Trägerverein der Lernwerkstatt) eine Fortsetzung in Pottenbrunn.