studierwerkstatt – selbstbestimmt erwachsen werden
Ein individueller Lernraum nach Beendigung der Schulpflicht: Die studierwerkstatt
Nach Beendigung der Pflichtschulzeit haben die Absolventinnen und Absolventen der Lernwerkstatt im Wasserschloss die Möglichkeit, die studierwerkstatt zu besuchen.
Überblick
Was mache ich, wenn ich meine Schulpflicht in einer Alternativschule wie z.B. der Lernwerkstatt im Wasserschloss abgeschlossen habe?
Gehe ich in eine weiterführende Schule? Mache ich eine Lehre?
Was aber, wenn ich nicht auf meinen individuellen Weg verzichten möchte? Wenn ich weiterhin selbständig und eigenverantwortlich entscheiden möchte, was ich lerne, wann ich lerne, in welchem Tempo und mit wem?
Die Studierwerkstatt ist ein Raum für junge Menschen ab dem Ende der Schulpflicht, in dem sie ihren individuellen Weg in neue Ausbildungs- und Berufsfelder finden und beschreiten.
Begleitet von kompetenten Erwachsenen bietet die Studierwerkstatt die Möglichkeit, einen selbstbestimmten und von Eigenaktivität geprägten Bildungsweg zu gehen.
Über uns
Was ist die studierwerkstatt?
Sie ist ein Lern-, Erfahrungs- und Lebensraum, in dem es Jugendlichen möglich ist, selbstbestimmt den Übergang in den weiteren Bildungsweg und ins Berufsleben zu gestalten.
Warum gibt es die studierwerkstatt?
Jugendliche brauchen auf ihrem Weg hin zum Erwachsensein kompetente Begleitung.
Wer ist die Zielgruppe für die studierwerkstatt?
Absolvent:innen der Lernwerkstatt und ähnlicher Initiativen sowie Freilerner:innen.
Eine Teilnahme an der studierwerkstatt setzt ein hohes Maß an Eigenständigkeit und Selbstverantwortung voraus.
Eine mögliche Teilnahme wird jeweils im Einzelfall mit dem Vorstand des Vereins Mit Kindern wachsen geklärt.
Wie funktioniert die studierwerkstatt?
Erfahrene Lernbegleiter:innen des Schulprojekts Lernwerkstatt im Wasserschloss unterstützen die Jugendlichen als Mentor:innen und Coaches – individuell und die ganze Gruppe.
Nach individueller Absprache können die Jugendlichen die Lernumgebung der Lernwerkstatt nützen, sowie im Rahmen von Praktika verschiedene Berufsfelder kennenlernen.
Wie ist die studierwerkstatt organisiert?
Die studierwerkstatt ist nicht als Schule organisiert – es werden keine Zeugnisse ausgestellt.
Sie kann im Rahmen der Ausbildungspflicht und in individueller Abstimmung mit dem Jugendcoaching absolviert werden.
Die studierwerkstatt ist ein Projekt des Vereins Mit Kindern wachsen.
Geschichte
Die Frage “Und jetzt?” stellt sich für die meisten Schüler gegen Ende der Schulpflicht – für Schüler in Alternativschulen und Freilerner bedeutet sie aber in den meisten Fällen einen noch schärferen Bruch im Stil der Ausbildung, weil wenige Möglichkeiten bestehen, eine Oberstufe oder eine Berufsausbildung vergleichbar selbstbestimmt anzuschließen.
Die STUDIERWERKSTATT entstand im Sommer 2002 aus dem Wunsch von erfahrenen “Alternativschülerinnen” (drei aus der Lernwerkstatt Ottakring und einer aus der ALF – Alternatives Lernen Favoriten) und ihren Eltern, den Jugendlichen ein dem neuen Jahrhundert gemäßen Bildungsweg zu ermöglichen. Motiviert wurden sie durch den Erdkinderplan von Maria Montessori, dem Red Autodidacta “Autodidaktisches Netzwerk” von Rebeca und Maurizio Wild und vor allem durch die Bedürfnisse der Jugendlichen.
In den ersten Jahren des Bestehens an verschiedenen Orten in Wien waren bis zu 13 Jugendliche tätig, um ihre individuellen Zugänge zu ihren Berufswünschen zu gestalten. Bis zu drei MentorInnen, ebenfalls aus dem Umfeld der oben genannten Alternativschulen, unterstützten sie dabei.
In der Lernwerkstatt im Wasserschloss in Pottenbrunn existierte fast seit Gründung der Schule die Idee eines ergänzenden Projekts für Jugendliche und junge Erwachsene.
Nach drei Jahren sorgfältiger Vorbereitung durch eine Gruppe von Eltern und BegleiterInnen der Lernwerkstatt findet die studierwerkstatt im Herbst 2017 als neues Projekt des Vereins “Mit Kindern Wachsen” (Trägerverein der Lernwerkstatt) eine Fortsetzung in Pottenbrunn.
Projekte
Projekte entstehen je nach den Interessen der jugendlichen studierwerkstatt-Teilnehmer:innen – manchmal individuell, manchmal für größere Gruppen.
Bridging Borders II:
Im Mai 2023 gab es ein weiteres von der Europäischen Union gefördertes Internationales Jugendbegegnungstreffen in Steirisch-Tauchen, diesmal mit Schulen aus Tschechien und Schweden. Der gemeinsam mit den Jugendlichen entwickelte Schwerpunkt war Rassismus.
- Antirassismus-Workshop
- Besuch des Jüdischen Museums und Diskussion
- Persönliche Auseinandersetzung mit Stereotypen und Vorurteilen
- Bearbeitung des Themas mittels Fotografie, Musik, Interviews
Bridging Borders I:
Im Mai 2019 verbrachten Studierwerkstättler:innen gemeinsam mit Jugendlichen aus Schweden und Deutschland eine Woche im Jugendhaus Schacherhof in Seitenstetten.
Das von der Europäischen Union geförderte Erasmus-Projekt mit dem Titel „Bridging Borders – Interkultureller Jugendaustausch“ hatte zum Ziel, kulturelle Grenzen und Vorurteile zu überwinden. Neben dem Kennenlernen und gemeinsamem Spaß-Haben stand der Themenbereich Diskriminierung/Ausgrenzung/Rassismus auf dem Programm. Gearbeitet wurde u.a. mit Impuls-Videos, in Diskussionsrunden und einer Singer-Songwriter-Werkstatt.
Die Jugendlichen engagierten sich auch vor Ort und reinigten den Trefflingbach von Müll.
Das Projekt fand in Zusammenarbeit mit Pioneers of Change statt.
Kontakt
Michaela Bayer
Tel.: +43 (0)2742 43550
E-Mail: info@studierwerkstatt.at
studierwerkstatt
Verein „Mit Kindern wachsen –
Initiative für aktives und offenes Lernen“
Josef Trauttmansdorff-Straße 10
A-3140 Pottenbrunn
ZVR 690476130

